Sich erfolgreich begegnen & begrüßen—Lateinamerika

Sich erfolgreich begegnen & begrüßen—Lateinamerika

Hofstede befand, dass lateinamerikanische Länder eine relativ hohe Machtdistanz haben. Dies entspricht einem größeren Abstand zwischen den Geschlechtern und ihrer Funktion in der Gesellschaft. In Kulturen, die auf dieser Skala einen hohen Wert haben, übernehmen Frauen traditionellere Hausfrauenaufgaben, während von Männern erwartet wird, dass sie die Rolle des „berufstätigen Mannes“ erfüllen. Diese Einstellungen ändern sich zunehmend in Lateinamerika und differieren erheblich zwischen ländlichen und städtischen Gebieten sowie von Land zu Land. Dennoch haben diese Geschlechterwerte immer noch einen starken Einfluss auf das kulturelle Geflecht der Region.

Von einer Frau wird erwartet, dass sie bei einer Begegnung mit einem Mann zuerst die Hand ausstreckt. Ein Mann muss die Begrüßung mit einem guten, festen Händedruck erwidern. Aus Respekt grüßen Männer in einer geschäftlichen Umgebung eine Frau, die sie nicht kennen, nicht zuerst. Die Begrüßung zwischen zwei Frauen ist ein Kuss auf jede Wange. Die richtige Methode hierfür ist, immer auf der linken Seite zu beginnen und die Wangen leicht zu berühren. Wenn eine Beziehung hergestellt ist, sind Lateinamerikaner sehr herzlich und liebevoll; sie tauschen viele Umarmungen und Küsse unter Freunden und Kollegen aus.

Ein hoher Wert bei der Machtdistanz erklärt auch die Wichtigkeit von Status und die erheblichen Abstände zwischen den sozialen Schichten. Bei der ersten Begegnung und Begrüßung sollten die Titel verwendet werden. Verwenden Sie den Titel, den Vornamen und den Nachnamen, um eine Person korrekt anzusprechen. Die meisten Kollegen sind befreundet und sprechen sich mit dem Vornamen an; solange Sie jedoch noch keine Beziehung hergestellt haben, ist es am besten, förmlich zu bleiben.

Lateinamerikaner sind in ihrem Kommunikationsstil entspannt und bevorzugen es, über Geschäfte bei einer zwanglosen Unterhaltung beim Essen zu sprechen. Bei Meetings sollten Sie nicht vor Ihrem Gastgeber anfangen, von Geschäften zu sprechen. Eine zwanglose Plauderei leitet meist alle Geschäftsverhandlungen ein. Es ist unüblich, Familienangelegenheiten bei der Arbeit zu besprechen und um Rat zu fragen. Gute Konversationsthemen sind Sport, Kunst, Geschichte und Familie. Vermeiden Sie Themen wie Politik, Armut, Religion oder Nachbarländer.

Es gibt keine festen Zeitlimits, und Abgabetermine werden als Richtlinie gesehen. Die Gewichtung wird auf die Qualität Ihrer Kommunikation gelegt,  nicht auf die Quantität. Obwohl nach Hofstede lateinamerikanische Staaten zielorientiert und maskulin sind, ist das Zeitkonzept nicht linear, sondern eher zirkulär. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Gastgeber pünktlich erscheint; jedoch ist es angebracht, wenn Sie als Ausländer dies tun.

Aufgrund der Statushierarchie sind die meisten Organisationen extrem bürokratisch. Diese Tatsache hat in Verbindung mit der Notwendigkeit, persönliche Beziehungen aufzubauen, einen sehr langatmigen Verhandlungsprozess zur Folge. Seien Sie so flexibel wie möglich im Hinblick darauf, wie viel Zeit sie hier mit Meetings und Events verbringen, da dies für den interkulturellen Geschäftserfolg entscheidend ist.

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